CBG Wirkung und Erfahrungen – was macht Cannabigerol besonders?

Aktualisiert: vor 6 Tagen
CBG Wirkung auf Körper und Geist – was steckt wirklich dahinter? Cannabigerol, kurz CBG, ist ein natürliches Cannabinoid der Hanfpflanze, das zunehmend Aufmerksamkeit bekommt.
Besonders interessant sind Fragen rund um Stress, Psyche, körperliches Wohlbefinden und den Unterschied zu CBD.
Doch was ist wissenschaftlich belegt, und was sind bisher nur erste Hinweise?
Wir erklären Dir, warum CBG als „Mutter-Cannabinoid“ bekannt wurde, welche Ergebnisse die Forschung liefert und wie Erfahrungen mit CBG einzuordnen sind.

Inhalt:
Was ist CBG – und warum heißt es Mutter-Cannabinoid?
CBG steht für Cannabigerol. Es gehört wie CBD und THC zu den natürlichen Cannabinoiden der Hanfpflanze, wirkt selbst jedoch nicht typisch berauschend.
Die Bezeichnung „Mutter-Cannabinoid“ kommt von seiner Vorstufe CBGA (Cannabigerolsäure). Aus CBGA können in der Pflanze unter anderem die Vorstufen von CBD, THC und CBC entstehen.
Bei der Reifung der Hanfpflanze werden diese Ausgangsstoffe weiter umgewandelt. Deshalb findet sich in vielen ausgereiften Hanfpflanzen vergleichsweise wenig CBG.
CBG ist also nicht einfach ein anderes CBD, sondern ein eigenständiges Cannabinoid mit besonderen Eigenschaften.
CBG Wirkung auf Körper und Geist – was sagt die Forschung?
Die Forschung untersucht, wie CBG mit verschiedenen Rezeptoren und Signalwegen des Körpers zusammenwirkt.
Besonders im Fokus stehen mögliche Einflüsse auf:
Stressreaktionen und psychisches Wohlbefinden
Entzündungsbezogene Prozesse
Nervensystem und Gedächtnis
Bestimmte Bakterien
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Laboruntersuchungen, Tierversuchen und klinischen Studien am Menschen. Während präklinische Ergebnisse interessante Hinweise liefern, zeigen erst kontrollierte Humanstudien, ob sich diese Effekte auch beim Menschen bestätigen.
CBG Wirkung auf die Psyche – eine interessante Humanstudie
Eine 2024 in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlichte Studie untersuchte die kurzfristigen Auswirkungen von CBG auf Stress, Angstempfinden, Stimmung und Gedächtnis.
An der placebokontrollierten Doppelblindstudie nahmen 34 Erwachsene teil. Sie erhielten in getrennten Testsitzungen entweder 20 mg CBG oder ein Placebo.
Die Ergebnisse waren interessant: Unter CBG berichteten die Teilnehmer insgesamt über eine stärkere Verringerung ihres Angstempfindens als unter Placebo.
Auch bei der subjektiven Stressbewertung und einem verbalen Gedächtnistest zeigten sich einzelne positive Ergebnisse.
Eine typische berauschende Wirkung oder messbare Beeinträchtigung der untersuchten motorischen und kognitiven Leistungen wurde nicht festgestellt.
Was bedeutet das für den Alltag?
Die Untersuchung liefert erste klinische Hinweise, dass CBG für die Forschung zu Stress und psychischem Wohlbefinden interessant sein könnte.
CBG Erfahrungen – was berichten Anwender?
Viele Menschen interessieren sich für CBG, weil sie nach Erfahrungen mit Cannabinoiden suchen, die sich von CBD unterscheiden.
In einer wissenschaftlichen Befragung von 127 Personen mit CBG-Erfahrung berichteten Teilnehmer unter anderem über ihre subjektiven Eindrücke im Zusammenhang mit Stress, Schlaf und körperlichem Wohlbefinden.
Solche Erfahrungsberichte sind interessant, haben aber Grenzen: Die verwendeten Produkte und Mengen waren unterschiedlich, und die Angaben beruhten auf persönlichen Einschätzungen.
CBG Wirkung bei Entzündungsprozessen und im Nervensystem
Neben der Psyche untersucht die Forschung weitere Eigenschaften von Cannabigerol.
In experimentellen Untersuchungen wurden beispielsweise entzündungsbezogene Vorgänge im Darm betrachtet.
Andere Laborstudien beschäftigen sich mit antibakteriellen Eigenschaften von CBG oder möglichen Einflüssen auf Nervenzellen.
CBG oder CBD – wo liegt der Unterschied?
CBD (Cannabidiol) und CBG (Cannabigerol) stammen beide aus der Hanfpflanze und gelten als nicht typisch berauschende Cannabinoide.
CBD ist deutlich bekannter und wurde bisher wesentlich umfangreicher wissenschaftlich untersucht. Hier zu unserem Artikel Was ist CBD? Wirkung, Anwendung und wichtige Grundlagen
CBG kommt in vielen Hanfpflanzen in geringeren Mengen vor und rückt zunehmend in den Fokus der Forschung. Besonders interessant sind seine Wechselwirkungen mit unterschiedlichen Rezeptorsystemen.
Welches Cannabinoid „besser“ ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Dafür unterscheiden sich die Forschungslage und die untersuchten Anwendungsbereiche zu stark.
Auch Kombinationen mehrerer Cannabinoide werden erforscht.
Im Zusammenhang mit Vollspektrumprodukten fällt dabei häufig der Begriff Entourage-Effekt. Gemeint ist ein mögliches Zusammenspiel verschiedener Pflanzenstoffe.
Macht CBG high oder berauschend?
CBG ist nicht mit THC gleichzusetzen. Es verursacht nach bisherigem Kenntnisstand keine typische THC-Berauschung.
Auch in der kontrollierten Humanstudie von 2024 wurden nach der untersuchten CBG-Menge keine entsprechenden subjektiven Rauscheffekte festgestellt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jede beliebige Cannabinoid-Mischung automatisch dieselben Eigenschaften besitzt.
Bei einem fertigen Öl kommt es immer auf die tatsächliche Zusammensetzung an.
CBG Öl im Alltag – worauf sollte man achten?
Wenn Du Dich für ein CBG Öl interessierst, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Zusammensetzung.
Enthält das Produkt ausschließlich CBG oder eine Kombination mit CBD und CBN? Wie hoch sind die jeweiligen Konzentrationen? Und sind die Cannabinoidwerte nachvollziehbar?
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Fazit: CBG ist mehr als nur ein unbekanntes Cannabinoid
CBG hat sich von einem wenig beachteten Bestandteil der Hanfpflanze zu einem interessanten Forschungsgegenstand entwickelt.
Besonders die ersten Humanstudien zu Stress, Angstempfinden und Gedächtnis zeigen, warum Cannabigerol wissenschaftlich Aufmerksamkeit erhält.
Häufige Fragen zur CBG Wirkung
Was ist der Unterschied zwischen CBG und CBD?
Beide sind natürliche Cannabinoide der Hanfpflanze. CBD ist umfangreicher erforscht, während CBG besonders wegen seiner unterschiedlichen Wechselwirkungen mit Rezeptorsystemen wissenschaftlich untersucht wird.
Welche Erfahrungen gibt es mit CBG?
Anwender berichten von unterschiedlichen subjektiven Erfahrungen, insbesondere im Zusammenhang mit Wohlbefinden und Entspannung.
Wie wirkt CBG auf die Psyche?
Eine kleine kontrollierte Humanstudie von 2024 fand erste Hinweise auf Veränderungen des subjektiven Stress- und Angstempfindens.
Macht CBG high?
CBG verursacht nach bisherigem Kenntnisstand keine typische THC-Berauschung. Entscheidend ist bei fertigen Produkten allerdings auch die übrige Zusammensetzung.
Warum nennt man CBG Mutter-Cannabinoid?
Die Bezeichnung geht auf CBGA zurück, die saure Vorstufe von CBG. CBGA dient in der Hanfpflanze als Ausgangsstoff für verschiedene weitere Cannabinoide.
Studien und Berichte:
Cuttler C. et al. (2024). Acute effects of cannabigerol on anxiety, stress, and mood: a double-blind, placebo-controlled, crossover, field trial. Scientific Reports. https://www.nature.com/articles/s41598-024-66879-0
Washington State University (2024). Cannabinoid CBG reduces anxiety and stress in first human clinical trial (Pressemitteilung). https://news.wsu.edu/press-release/2024/07/31/cannabinoid-cbg-reduces-anxiety-and-stress-in-first-human-clinical-trial
Cannabis Health News (2024). CBG found to reduce anxiety and enhance memory in clinical trial. https://cannabishealthnews.co.uk/2024/07/19/cbg-found-to-reduce-anxiety-and-enhance-memory-in-clinical-trial





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