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CBD beim Golfen: Kann Cannabidiol ein Gamechanger sein?

  • Autorenbild: UNSER KRAUT Media
    UNSER KRAUT Media
  • 3. Mai 2021
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Aug.


Golfer auf dem Golfplatz zum Thema CBD beim Golfen und Regeneration

Ein langer Tag auf dem Golfplatz verlangt Körper und Kopf einiges ab. Über viele Stunden müssen Konzentration, Ruhe, Beweglichkeit und eine möglichst gleichmäßige Leistung erhalten bleiben. Gleichzeitig können Nervosität, verspannte Muskeln oder eine unruhige Nacht vor dem Turnier das Spiel beeinflussen.

Kein Wunder also, dass sich immer mehr Golfer mit Regeneration, Schlafqualität und mentaler Ausgeglichenheit beschäftigen. Auch Cannabidiol, kurz CBD, wird in diesem Zusammenhang häufig genannt.

Aber kann CBD beim Golfen tatsächlich ein „Gamechanger“ sein? Was berichten bekannte Golfprofis?


Inhaltsangabe



Was ist CBD?

Cannabidiol ist ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze und gehört zur Gruppe der Cannabinoide. In der Pflanze kommen neben CBD zahlreiche weitere Cannabinoide, Terpene und Pflanzenstoffe vor.

CBD wird häufig als „nicht psychoaktiv“ bezeichnet. Präziser ist die Formulierung nicht berauschend: Cannabidiol verursacht nicht das für THC typische High und verändert die Wahrnehmung nicht.


Die Weltgesundheitsorganisation kam in ihrer wissenschaftlichen Bewertung zu dem Ergebnis, dass reines CBD kein erkennbares Abhängigkeitspotenzial zeigt. Das bedeutet jedoch nicht, dass CBD grundsätzlich frei von Wechselwirkungen ist.

Je nach Produkt und Herstellung kann ein CBD-Erzeugnis weitere Cannabinoide enthalten. Deshalb sind eine nachvollziehbare Zusammensetzung und Laboranalysen besonders wichtig.


Infografik darüber, warum Golfer CBD interessant finden, mit den Themen Fokus, Ruhe, Regeneration, Schlaf und Qualität


Warum interessieren sich Golfer für CBD?

Golf wirkt auf den ersten Blick weniger körperlich belastend als viele andere Sportarten. Eine vollständige 18-Loch-Runde kann jedoch mehrere Stunden dauern und lange Gehstrecken, zahlreiche Rotationsbewegungen sowie eine dauerhaft hohe mentale Aufmerksamkeit erfordern.


Golfer interessieren sich deshalb vor allem aus vier Gründen für CBD:


  • Mentale Ruhe auf dem Golfplatz

Ein schwieriger Abschlag, ein knapp verfehlter Putt oder der Blick auf den aktuellen Score können die innere Anspannung erhöhen. Wer sich über einen Fehler ärgert, nimmt diese Unruhe nicht selten mit zum nächsten Loch.

CBD wird häufig im Zusammenhang mit Entspannung und innerer Ausgeglichenheit verwendet. Wie es dabei unterstützt, ist individuell verschieden.


  • Konzentration über 18 Löcher

Beim Golf entscheidet nicht allein die Technik. Auch eine stabile Routine und die Fähigkeit, sich immer wieder auf den nächsten Schlag zu fokussieren, sind wesentlich.

CBD ist jedoch kein klassisches Konzentrationsmittel und sollte nicht als unmittelbarer Leistungssteigerer verstanden werden. Manche Anwender beschreiben subjektiv mehr Ruhe und dadurch ein konzentrierteres Spiel.


  • Erholung nach der Golfrunde

Viele wiederholte Schwünge beanspruchen insbesondere Rücken, Schultern, Hüfte, Handgelenke und Unterarme. Hinzu kommen lange Gehstrecken und das Tragen oder Ziehen der Golfausrüstung.

CBD-Produkte werden deshalb von manchen Sportlern im Rahmen ihrer persönlichen Regenerationsroutine verwendet.


  • Schlaf und Regeneration

Eine ruhige Nacht kann wesentlich dazu beitragen, sich am nächsten Morgen erholt und leistungsfähig zu fühlen. Gerade vor Turnieren fällt das Abschalten manchen Golfern schwer.

Auch Schlaf gehört zu den häufigsten Gründen, aus denen Sportler CBD ausprobieren.


CBD im professionellen Golfsport

CBD wurde vor allem ab Ende der 2010er-Jahre zu einem viel diskutierten Thema im amerikanischen Profigolf. Verschiedene bekannte Spieler sprachen öffentlich über ihre persönlichen Erfahrungen oder gingen Werbepartnerschaften mit CBD-Unternehmen ein.

Berichte von Golf Digest nannten unter anderem Bubba Watson, Lucas Glover, Scott Piercy, Charley Hoffman und Scott McCarron. Laut damaligen Recherchen verwendeten vermutlich mehrere Spieler auf der PGA Tour oder PGA Tour Champions CBD-Produkte.

Solche Berichte zeigen, dass CBD im Golfsport angekommen ist.



Foto: Keith Allison, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Lucas Glover beim Golfschwung. Foto: Keith Allison, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Was berichtet Lucas Glover über CBD?

Der US-Open-Sieger von 2009, Lucas Glover, sprach öffentlich darüber, CBD-Produkte unter anderem im Zusammenhang mit Schlaf, Regeneration und innerer Anspannung verwendet zu haben.

Glover berichtete sinngemäß, dass er besser schlafe, sich morgens erholter fühle und Veränderungen in seiner Regeneration wahrnehme. Golf Digest stellte dabei klar, dass es sich um seine persönlichen Erfahrungen handelt.

Das ist ein wichtiger Unterschied: Ein Erfahrungsbericht kann anderen Golfern Orientierung geben, ersetzt aber keine Eigenerfahrung.


Bubba Watson: CBD nach einem langen Tag auf dem Golfplatz

Auch der mehrfache Major-Sieger Bubba Watson äußerte sich positiv zu CBD. Gegenüber Fox Business erklärte er, dass für ihn nach einem anstrengenden Tag vor allem besserer Schlaf und die körperliche Erholung im Vordergrund stehen.

Watsons Aussage machte CBD in der Golfwelt zusätzlich bekannt.


Scott McCarron beobachtete seinen Schlaf genau

Scott McCarron, ein erfolgreicher Spieler der PGA Tour Champions, beschäftigte sich intensiv mit Schlaf und Regeneration. Er nutzte dafür einen WHOOP-Fitness-Tracker, der unter anderem Schlaf, Belastung und Erholungswerte aufzeichnet.

McCarron berichtete, dass seine gemessenen Erholungswerte nach Beginn seiner persönlichen CBD-Routine über mehrere Tage besonders gut gewesen seien. WHOOP bestätigt, dass er das Gerät zur Beobachtung seiner Schlaf- und Erholungsdaten verwendete.

Interessant ist dabei vor allem sein systematischer Ansatz: Er verließ sich nicht nur auf ein spontanes Gefühl, sondern beobachtete seinen Körper über einen längeren Zeitraum.


Was sagt die Wissenschaft zu CBD im Sport?

Die wissenschaftliche Forschung zu Cannabidiol hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Zu möglichen Effekten auf Stress, Schlaf, Regeneration oder körperliche Beschwerden existieren Untersuchungen und wissenschaftliche Ansätze. Die Ergebnisse sind jedoch je nach Dosierung, Produkt, Anwendungsform und untersuchter Personengruppe unterschiedlich.


Ist CBD im Golf Profisport erlaubt?


CBD steht nicht auf der WADA-Verbotsliste

Reines Cannabidiol ist nach den Regeln der World Anti-Doping Agency nicht verboten. Diese Ausnahme gilt auch nach der seit 1. Januar 2026 gültigen WADA-Verbotsliste.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes als CBD bezeichnete Produkt für Leistungssportler automatisch sicher ist.


Andere Cannabinoide können verboten sein

Die WADA nimmt ausdrücklich nur Cannabidiol von ihrem Verbot aus. Andere natürliche und synthetische Cannabinoide können im Wettkampf verboten sein. Dazu zählt insbesondere THC.

Die WADA warnt davor, dass CBD-Öle, Tinkturen oder andere Produkte trotz ihrer Kennzeichnung im Profisport verbotene Cannabinoide enthalten können. Die Verwendung erfolgt für Profi Sportler grundsätzlich auf eigenes Risiko.

Auch ein gesetzlich zulässiger THC-Gehalt bedeutet nicht automatisch, dass bei einer Dopingkontrolle keinerlei Risiko besteht.



Golfer auf dem Golfplatz mit Wegweiser für Fokus Balance Regeneration und CBD

Worauf sollten Golfer beim Kauf von CBD achten?

Gerade bei CBD entscheidet nicht allein die Prozentangabe über die Qualität. Ebenso wichtig sind Herkunft, Herstellung, Reinheit und unabhängige Analysen.


  • Analysezertifikat

Ein hochwertiges CBD-Produkt sollte über ein nachvollziehbares Laborzertifikat verfügen. Im Idealfall ist die Analyse einsehbar und beispielsweise über einen QR-Code abrufbar.


Die Cannabinoid-Analyse sollte zeigen:

  • wie viel CBD tatsächlich enthalten ist,

  • welche weiteren Cannabinoide nachweisbar sind,

  • wie hoch der THC-Gehalt ist,

  • ob die Angaben auf dem Etikett mit dem Laborergebnis übereinstimmen.


  • Kontrolle auf mögliche Schadstoffe

Hanf kann Stoffe aus dem Boden aufnehmen. Deshalb sollte nicht nur der CBD-Gehalt geprüft werden.

Aussagekräftige Qualitätskontrollen berücksichtigen je nach Produkt beispielsweise:


  • Pestizide,

  • Schwermetalle,

  • Lösungsmittelrückstände,

  • mikrobiologische Belastungen,

  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK.


  • Vorsicht bei günstigen Onlineprodukten

Extrem günstige Produkte ohne Herstellerangabe, Chargennummer oder zugängliche Analyse sind keine gute Wahl. Das gilt besonders für Sportler, die Dopingkontrollen unterliegen.

Auch die Aufschrift „THC-frei“ ist nur dann wirklich aussagekräftig, wenn sie durch eine aktuelle und ausreichend empfindliche Laboranalyse bestätigt wird.


  • Fachgeschäft statt Kauf nach Werbeversprechen

In einem spezialisierten Fachgeschäft können Produktunterschiede, Extraktarten, CBD-Konzentrationen und Analysen verständlich erklärt werden.

Wichtig ist dabei eine realistische Kommunikation ohne Heilversprechen. Aussagen wie „garantiert besserer Score“, „beseitigt Schmerzen“ oder „wirkt sicher gegen Schlafprobleme“ sind weder fachlich seriös noch eine verlässliche Grundlage für die Produktauswahl.


Welche CBD-Produkte werden von Golfern verwendet?

CBD ist in unterschiedlichen Produktarten erhältlich. Welche Form bevorzugt wird, hängt von den persönlichen Bedürfnissen und den rechtlichen Vorgaben des jeweiligen Produktes ab.


CBD-Öle

CBD-Öle sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich. Vollspektrumprodukte können neben CBD weitere natürliche Pflanzenbestandteile und geringe Mengen THC enthalten.

Für dopingkontrollierte Profi Sportler sind solche Produkte mit einem besonderen Risiko verbunden. Auch bei einer Analyse kann kein Anbieter einen negativen Dopingtest verbindlich garantieren.


CBD-Kapseln

Kapseln ermöglichen eine gleichmäßige, unkomplizierte Verwendung und sind geschmacksneutral.


CBD-Cremes und Pflegeprodukte

Cremes, Gele, Lotionen oder Massageöle werden äußerlich angewendet und häufig in die persönliche Pflege für Gelenke und Muskeln nach dem Sport eingebunden.


Kann CBD Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen haben?

CBD wird häufig gut vertragen.

CBD kann den Abbau bestimmter Medikamente beeinflussen.

In diesen Fällen sollte die Anwendung vorab mit einem Arzt besprochen werden.


CBD beim Golfen richtig einschätzen

CBD kann weder Training noch Technik, ausreichend Schlaf, gute Ernährung oder eine realistische mentale Vorbereitung ersetzen.

Wer CBD beim Golfen ausprobieren möchte, sollte sinnvollerweise, die persönliche Verträglichkeit in einer ruhigen Alltagssituation beobachten.


Dabei können einfache Notizen helfen:


  • Wie war die Schlafqualität?

  • Wie erholt fühlte man sich am Morgen?

  • Trat Müdigkeit auf?

  • Wie war das allgemeine Wohlbefinden?

  • Wurden gleichzeitig andere Gewohnheiten verändert?


Fazit: Ist CBD beim Golfen ein Gamechanger?

CBD ist im internationalen Golfsport längst kein unbekanntes Thema mehr. Bekannte Spieler wie Lucas Glover, Bubba Watson und Scott McCarron haben öffentlich über ihre persönlichen Erfahrungen mit Schlaf, Erholung und innerer Anspannung gesprochen.

Diese Berichte sind interessant.

Für Golfer kann CBD ein individuell gewählter Bestandteil der persönlichen Pflege-, Wellness- oder Regenerationsroutine sein. Ob es als „Gamechanger“ empfunden wird, hängt von den Erwartungen, der persönlichen Reaktion und nicht zuletzt von der Qualität des verwendeten Produktes ab.


Besonders wichtig sind:


  • realistische Erwartungen,

  • hochwertige und nachvollziehbar geprüfte Produkte,

  • einsehbare Laboranalysen,

  • die Berücksichtigung möglicher Wechselwirkungen,

  • besondere Vorsicht bei Dopingkontrollen.


Bei UNSER KRAUT legen wir Wert auf Premiumqualität, transparente Analysen und eine verständliche Produktinformation. Denn beim CBD-Kauf sollte nicht das größte Werbeversprechen entscheiden, sondern die Frage, ob wirklich das enthalten ist, was auf dem Produkt angegeben wird.






Häufige Fragen zu CBD beim Golfen


Macht CBD beim Golfen high?

CBD verursacht nicht den für THC typischen Rausch. Vollspektrumprodukte können jedoch geringe THC-Mengen enthalten. Deshalb sollten Zusammensetzung und Laboranalyse immer kontrolliert werden.

Manche Anwender berichten, sich ruhiger und ausgeglichener zu fühlen. Die Wirkung kann individuell unterschiedlich sein.

Reines CBD ist nach der WADA-Verbotsliste nicht verboten. Andere Cannabinoide wie THC können dagegen im Wettkampf verboten sein. Kontaminierte oder falsch deklarierte Produkte stellen deshalb ein Dopingrisiko dar.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Wichtig sind eine klare Deklaration, Laboranalysen und eine zum persönlichen Bedarf passende Produktform. Dopingkontrollierte Profi Sportler müssen besonders vorsichtig sein.

Ein Fachgeschäft kann Unterschiede bei Konzentration, Extrakt, Inhaltsstoffen und Laboranalysen erklären. Hochwertige Produkte sollten eine eindeutige Herkunft, Analysen und nachvollziehbare Prüfergebnisse besitzen.


Quellen und weiterführende Informationen

  • World Anti-Doping Agency: Verbotsliste 2026 und Informationen zu Cannabidiol im Sport.

  • Weltgesundheitsorganisation: Wissenschaftliche Bewertung und Sicherheitsprofil von Cannabidiol.

  • Golf Digest: Berichte über CBD auf der PGA Tour und Erfahrungen von Lucas Glover, Bubba Watson und weiteren Spielern.

  • Fox Business: Interview mit Bubba Watson über seine persönliche Verwendung von CBD.

  • WHOOP: Scott McCarron über Schlaf- und Erholungsmessungen im Profigolf.



Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass sich die hier beschriebene Wirkung von Hanf und Cannabinoid (CBD) ausschließlich auf öffentliche wissenschaftliche Berichte und Fachberichte, Publikationen, sowie Anwendererfahrungen beziehen und nicht als Anwendungsanleitung oder Heilversprechen zu verstehen sind. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! ​







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