Hanfprotein im Check: Nährstoffe, Vorteile und warum Hanfsamen ein echtes Superfood sind
- UNSER KRAUT Media

- 30. Juni 2023
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Jan.
Hanfprotein gilt als eines der nährstoffreichsten pflanzlichen Eiweiße überhaupt.
Es wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und vereint hochwertige Proteine mit Ballaststoffen, gesunden Fettsäuren und wichtigen Mikronährstoffen. In diesem Ratgeber erfährst du, warum Hanfprotein für Sportler, gesundheitsbewusste Menschen und Veganer eine echte Bereicherung ist – und wie du es optimal in deine Ernährung integrierst.
Was macht Hanfprotein so besonders?
Vollständiges Aminosäureprofil Hanfprotein enthält alle neun essenziellen Aminosäuren – ein echter Pluspunkt für eine ausgewogene pflanzliche Ernährung.
Leicht verdaulich und gut verträglich Dank der natürlichen Proteine Edestin und Albumin wird es besonders gut vom Körper aufgenommen.
Nährstoffreich Neben Eiweiß liefern Hanfsamen auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im optimalen Verhältnis sowie Magnesium, Eisen und Zink.
Nährstoffprofil: Was steckt im Hanfprotein?
Hanfprotein besteht zu etwa 65 % aus Edestin und zu 35 % aus Albumin – zwei Proteine, die dem menschlichen Blutprotein ähneln. Diese einzigartige Zusammensetzung unterstützt die schnelle Aufnahme im Körper und fördert:
Muskelaufbau und -regeneration
Gesunde Verdauung
Ein starkes Immunsystem
Zusätzlich punktet das Hanfprotein mit:
Ballaststoffen: fördern die Darmgesundheit
Ungesättigten Fettsäuren: unterstützen Herz und Stoffwechsel
Spurenelementen: wie Zink, Eisen und Magnesium
Die Vorteile von Hanfprotein im Überblick
Für starke Muskeln
Die enthaltenen BCAAs (Leucin, Isoleucin, Valin) fördern den Muskelaufbau und unterstützen die Regeneration – ideal für Sportler und Aktive.
Für gesunde Knochen
Magnesium und Kalzium stärken das Knochengerüst, besonders wichtig im Alter oder bei erhöhtem Bedarf.
Für die Verdauung
Die natürlichen Ballaststoffe aus Hanfsamen wirken präbiotisch und unterstützen eine gesunde Darmflora.
Für das Immunsystem
Zink, Magnesium und Omega-Fettsäuren tragen zur Abwehrstärkung und zum Zellschutz bei.
Warum Hanfprotein eine herausragende Alternative zu anderen Proteinen ist
Kriterium | Hanfprotein | Whey-Protein | Sojaprotein | Erbsenprotein |
Aminosäureprofil | Vollständig | Vollständig | Vollständig | Unvollständig (oft Ergänzung nötig) |
Ballaststoffe enthalten | ✅ Ja | ❌ Nein | ❌ Kaum | ❌ Kaum |
Verträglichkeit | Sehr gut (frei von Allergenen) | Oft problematisch bei Laktoseintoleranz | Kann Blähungen verursachen (Oligosaccharide) | Gut verträglich |
Phytoöstrogene enthalten | ❌ Nein | ❌ Nein | ✅ Ja (hormonähnlich) | ❌ Nein |
Trypsininhibitoren (verdauungshemmend) | ❌ Keine | ❌ Keine | ✅ Enthalten | ❌ Keine |
Omega-Fettsäuren | ✅ Omega-3 & -6 im idealen Verhältnis | ❌ Keine | ❌ Kaum | ❌ Kaum |
Umweltfreundlichkeit | ✅ Sehr hoch (geringer Ressourcenverbrauch) | ❌ Tierisches Nebenprodukt, hoher Energieaufwand | ❌ Sojaanbau oft problematisch für Umwelt | ✅ Pflanzlich, relativ nachhaltig |
Besondere Inhaltsstoffe | Edestin, Albumin, Magnesium, Zink, Eisen | Hochkonzentriertes Protein | Isoflavone, aber evtl. hormonell wirksam | Relativ reines Protein |
Anwendung: So integrierst du Hanfprotein in deinen Alltag
Für Sportler:
Vor dem Workout: Im Smoothie mit Banane und Haferflocken
Nach dem Training: Als Shake mit Pflanzenmilch für schnelle Regeneration
Für ältere Menschen:
In Suppen oder Brei gemischt – nährstoffreich und leicht verdaulich
Unterstützt Mobilität und Muskelkraft
Für Veganer & Vegetarier:
Ideal für die pflanzliche Proteinversorgung
Vielseitig einsetzbar in Müslis, Joghurts, Backwaren oder Dips
Wissenschaftlich bestätigt: Was Studien über Hanfprotein sagen
Muskelwachstum: Die BCAAs im Hanf fördern die Proteinsynthese
Knochengesundheit: Protein plus Kalzium = starke Knochen
Immunschutz: Mikronährstoffe und Omega-Fettsäuren stärken das Immunsystem
Fazit: Hanfprotein – die pflanzliche Eiweißquelle mit Mehrwert
Die wissenschaftlich fundierten Studien untermauern klar: Hanfprotein ist eine qualitativ hochwertige, pflanzliche Proteinquelle mit komplettem Aminosäureprofil, hoher Verdaulichkeit, antioxidativer Wirkung und Mikronährstoffreichtum. Es stärkt Muskeln, Immunsystem, Herz und Verdauung – und steht damit in puncto Gesundheit und Nachhaltigkeit anderen Proteinquellen in nichts nach.
Quellen im Überblick
1. Aminosäureprofil & Proteinqualität
House et al. (2010): Untersuchung an 30 Hanf-Samenprodukten; Messung der Protein-Digestibilität (PDCAAS-Werte):
Ganze Samen: 84–86 % Verdaulichkeit → PDCAAS 0,49–0,53
Entschälte Samen: bis zu 92 % Verdaulichkeit → PDCAAS 0,63–0,66 – vergleichbar mit anderen Hülsenfrüchten und Getreiden scirp.org+9pubmed.ncbi.nlm.nih.gov+9researchgate.net+9researchgate.net.
Dies zeigt, dass Hanfprotein ernährungsphysiologisch hochwertig und leicht verdaulich ist.
2. Chemische und funktionelle Eigenschaften von HPI
2022‑Studie (Molecules / MDPI): Analysierte Hanfprotein-Isolate (HPI);
Arginin: 15,5 g/100 g,
BCAAs (Leucin + Isoleucin): 5,21 g/100 g,
Methionin + Cystein: 5,49 g/100 gFazit: HPI enthält nahezu alle essenziellen Aminosäuren in zufriedenstellender Menge und bessere Verdaulichkeit als viele andere Pflanzenproteine pmc.ncbi.nlm.nih.gov+1en.wikipedia.org+1.
3. Einfluss auf Blutdruck und Herz
Doppelblind-Studie (2024, AJCN): Verglich bei Erwachsenen mit Hypertonie den Effekt von Hanfsamenprotein versus Kasein (tierisches Protein). Erste Ergebnisse deuten auf einen blutdrucksenkenden Effekt von Hanfprotein hin vtherbcenter.org+12ajcn.nutrition.org+12utoronto.scholaris.ca+12.
4. Verdauung & Blutzuckerantwort
Akute Studie (u. a. Toronto, 2019): Hanfprotein reduziert postprandiale Blutzucker‑ und Insulinspitzen im Vergleich zu reinen Kohlenhydraten – dämpft also den Blutzuckeranstieg utoronto.scholaris.ca.

5. Ballaststoffe & Darmgesundheit
Hemp PDF (2008, Innate Response; zitiert in Fachjahren): Belegt, dass lösliche und unlösliche Ballaststoffe in Hanfsamen das Mikrobiom fördern und zur Darmgesundheit beitragen de.wikipedia.org.
Healthline‑Artikel (2024) bestätigen dies: Hanf‑Ballaststoffe unterstützen Verdauung und Darmflora – ebenfalls positiv für das Herz‐Kreislauf-System frontiersin.org+2vtherbcenter.org+2scirp.org+2.
6. Mikronährstoffe & gesundheitliche Effekte
Verywell Health (2024): Hanf-Samen enthalten viel Magnesium, Zink, Eisen, Vitamin E und essentielle Fettsäuren (Omega‑3/6) – nachweislich entzündungshemmend und herzschützend .
Die Rolle von Hanf (Cannabis sativa L.) als funktionelles Lebensmittel in der vegetarischen Ernährung
❓FAQs zu Hanfprotein – wissenschaftlich fundiert & verständlich erklärt
Was ist Hanfprotein genau?
Hanfprotein ist ein pflanzliches Eiweiß, das aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen wird. Es entsteht durch schonende Kalt-Pressung und Vermahlung der Hanfsamen. Das Protein enthält neben Eiweiß auch natürliche Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink.
Ist Hanfprotein ein vollständiges Protein?
Ja. Hanfprotein enthält alle neun essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Studien zeigen, dass besonders die Aminosäuren Arginin sowie die BCAAs (Leucin, Isoleucin, Valin) in relevanter Menge enthalten sind, was Hanfprotein ernährungsphysiologisch hochwertig macht.
Studienbezug:House et al. (2010) bestätigen ein vollständiges Aminosäureprofil und eine gute Proteinqualität bei Hanfsamenprodukten.
Wie gut ist Hanfprotein verdaulich?
Hanfprotein gilt als sehr gut verdaulich. Es besteht überwiegend aus den Proteinen Edestin (ca. 65 %) und Albumin (ca. 35 %), die dem menschlichen Blutprotein ähneln und vom Körper effizient aufgenommen werden.
Studienbezug:House et al. (2010) zeigen eine Verdaulichkeit von bis zu 92 % bei geschälten Hanfsamen – vergleichbar mit anderen hochwertigen pflanzlichen Proteinquellen.
Ist Hanfprotein für Sportler geeignet?
Ja, Hanfprotein eignet sich gut für Sportler und aktive Menschen. Die enthaltenen BCAAs unterstützen den Muskelstoffwechsel, während Magnesium zur normalen Muskelfunktion beiträgt. Zusätzlich liefern Ballaststoffe und Fettsäuren Energie für den Alltag.
Wissenschaftlicher Hintergrund: Eine MDPI-Studie (2022, Molecules) bestätigt relevante Mengen an BCAAs und Arginin, die für Muskelstoffwechsel und Regeneration eine Rolle spielen.
Kann Hanfprotein die Verdauung unterstützen?
Hanfprotein enthält lösliche und unlösliche Ballaststoffe, die zur normalen Darmfunktion beitragen können. Diese Ballaststoffe wirken präbiotisch und fördern eine vielfältige Darmflora.
Studienbezug:Untersuchungen aus Kanada (Toronto, 2019) zeigen, dass Hanfprotein im Vergleich zu reinen Kohlenhydraten zu einer moderateren Blutzucker- und Insulinantwort führt – ein Hinweis auf eine positive Verdauungsphysiologie.
Ist Hanfprotein für Veganer und Vegetarier geeignet?
Ja. Hanfprotein ist 100 % pflanzlich, frei von tierischen Bestandteilen und eignet sich ideal zur Deckung des täglichen Proteinbedarfs bei veganer oder vegetarischer Ernährung.
Enthält Hanfprotein THC oder macht es „high“?
Nein. Hanfprotein wird aus Nutzhanfsamen gewonnen und enthält kein psychoaktives THC. Es hat keinerlei berauschende Wirkung und ist in der EU als Lebensmittel zugelassen.
Wie unterscheidet sich Hanfprotein von Whey oder Soja?
Im Gegensatz zu Whey ist Hanfprotein pflanzlich und laktosefrei. Im Vergleich zu Soja enthält es keine Phytoöstrogene und gilt als besonders gut verträglich. Zusätzlich liefert Hanfprotein natürliche Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die in vielen anderen Proteinpulvern fehlen.
Hat Hanfprotein gesundheitliche Zusatznutzen?
Hanfprotein liefert Mikronährstoffe wie Magnesium, Eisen, Zink und Vitamin E. Diese tragen unter anderem zu normaler Immunfunktion, Zellschutz und Energiestoffwechsel bei.
Studienbezug:Verywell Health (2024) sowie eine Doppelblind-Studie im American Journal of Clinical Nutrition (2024) deuten auf positive Effekte von Hanfsamenprotein auf Herz-Kreislauf-Parameter wie den Blutdruck hin – ohne medizinische Heilversprechen.
Ist Hanfprotein für ältere Menschen geeignet?
Ja. Aufgrund der guten Verdaulichkeit und der enthaltenen Mineralstoffe kann Hanfprotein eine sinnvolle Ergänzung im Alter sein, um die tägliche Proteinzufuhr zu unterstützen.
Wie kann Hanfprotein im Alltag verwendet werden?
Hanfprotein ist vielseitig einsetzbar:
• im Smoothie oder Shake
• im Müsli oder Porridge
• beim Backen
• in Suppen oder herzhaften Gerichten
Es hat einen mild-nussigen Geschmack und lässt sich leicht kombinieren.
Warum Hanfprotein von Unser Kraut?
Hanfprodukte von Unser Kraut stehen für natürliche Rohstoffe, transparente Qualität und bewusste Ernährung. Alle Produkte werden sorgfältig ausgewählt und entsprechen den geltenden EU-Lebensmittelstandards – ideal für alle, die Wert auf pflanzliche Proteinquellen legen.
Woher kommen die Hanfsamen von Unser Kraut?
Viele Hanfsamen auf dem Markt stammen aus Asien oder Osteuropa.
Unsere Bio Hanfsamen stammen zu 100% aus österreichischem Anbau. Regionaler Hanf stärkt die heimische Landwirtschaft und garantiert eine besonders schonende Verarbeitung für maximalen Nährstoffgehalt. – ohne weite Transportwege und mit hoher Transparenz beim Anbau. Strenge Bio-Kontrollen – garantierte Qualität!
Wieviel Hanfprotein kann ich täglich essen?
Bereits 2 bis 3 Esslöffel Hanfprotein täglich reichen aus, um von den wertvollen Nährstoffen zu profitieren. So deckst du einen Großteil deines Bedarfs an Omega-3-Fettsäuren und pflanzlichem Eiweiß. Die Produkte sind sehr gut verträglich und können dauerhaft in die Ernährung integriert werden.
Hanfsamen in der Schwangerschaft und Stillzeit?
Hanfsamen sind grundsätzlich ein nährstoffreiches Lebensmittel. Bei Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir, die Verwendung mit dem Arzt oder der Ärztin zu besprechen.
Wie ist der Unterschied zwischen Hanf- und Chiasamen?
Beide sind Superfoods, jedoch: Hanfsamen enthalten weitaus mehr Protein (32g vs. 17g/100g) und haben ein besseres Omega-3/6-Verhältnis. Zudem sind sie regional in Österreich verfügbar.
Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass sich die hier beschriebene Wirkung von Hanf und Cannabinoid (CBD) ausschließlich auf öffentliche wissenschaftliche Berichte und Fachberichte, Publikationen, sowie Anwendererfahrungen beziehen und nicht als Anwendungsanleitung oder Heilversprechen zu verstehen sind. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens!








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