Was ist PAK und PFAS? Schadstoffe einfach erklärt

Aktualisiert: 12. Okt.
Was ist PAK? Was ist PFAS? Diese beiden Abkürzungen begegnen Verbrauchern immer häufiger – zum Beispiel auf hochwertigen Ölen, Kosmetikprodukten oder bei Angaben wie „PAK-geprüft“ und „PFAS-frei“.
PAK und PFAS klingen ähnlich, sind aber zwei völlig unterschiedliche Stoffgruppen. Beide sind aus Sicht von Umwelt- und Verbraucherschutz relevant.
Wir erklären verständlich, was PAK bedeutet, was PFAS bedeutet, wo diese Stoffe vorkommen können und warum es sich lohnt, bei Produkten genauer hinzusehen.

Inhalt:
Was ist PAK?
PAK steht für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
Dabei handelt es sich um eine Gruppe von chemischen Verbindungen mit zahlreichen verschiedenen Einzelstoffen. PAK können insbesondere bei der unvollständigen Verbrennung organischer Materialien entstehen.
Sie finden sich deshalb beispielsweise in Rauch, Ruß oder Abgasen und können über Umweltbelastungen oder bestimmte Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse auch in Produkte gelangen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass PAK-Gemische aus zahlreichen Einzelverbindungen bestehen und auch krebserzeugende Substanzen enthalten können. Deshalb sollten PAK-Gehalte in Verbraucherprodukten möglichst gering gehalten werden.
Wie entstehen PAK?
PAK können entstehen, wenn organisches Material wie Holz, Kohle, Öl, Tabak oder andere Stoffe nicht vollständig verbrennt.
Auch bestimmte Verarbeitungsverfahren können eine Rolle spielen, beispielsweise:
starkes Erhitzen
Rösten
Räuchern
Verbrennen
ungeeignete Trocknungsverfahren
Dadurch können PAK unter bestimmten Bedingungen auch in Lebensmitteln oder pflanzlichen Rohstoffen vorkommen.
„Natürlich“ bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein Produkt frei von unerwünschten Umweltstoffen oder Kontaminanten ist.

Wo kommen PAK vor?
PAK sind in unserer Umwelt weit verbreitet.
Sie können unter anderem vorkommen in:
Rauch und Ruß
Auto- und Industrieabgasen
Tabakrauch
verbrannten oder stark erhitzten Lebensmitteln
geräucherten Lebensmitteln
bestimmten Ölen und pflanzlichen Rohstoffen
Gummi und Kunststoffen
Materialien auf Basis von Erdöl oder Kohleteer
Ein bekannter Vertreter der PAK ist Benzo[a]pyren. Dieser Stoff wird häufig als Indikator bei der Untersuchung einer möglichen PAK-Belastung verwendet.
Warum sind PAK problematisch?
Nicht jeder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff ist gleich gefährlich.
Einige PAK besitzen jedoch krebserzeugende oder erbgutverändernde Eigenschaften. Genau deshalb sind sie im gesundheitlichen Verbraucherschutz relevant.
Das BfR empfiehlt grundsätzlich, PAK-Gehalte in Verbraucherprodukten so gering wie möglich zu halten.
Was bedeutet PAK-geprüft?
Die Bezeichnung PAK-geprüft bedeutet, dass ein Produkt oder ein verwendeter Rohstoff analytisch im Labor auf bestimmte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht wurde.
Das ist insbesondere bei pflanzlichen Rohstoffen, Extrakten und Ölen ein interessantes Qualitätsmerkmal.
Denn eine hochwertige Analyse beschäftigt sich nicht nur mit der Frage:
Was soll im Produkt enthalten sein?
Sondern auch:
Welche unerwünschten Stoffe dürfen möglichst nicht enthalten sein?
Eine PAK-Analyse kann deshalb ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Qualitätskontrolle sein.
Warum ist PAK-Prüfung bei CBD Öl interessant?
CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Wie andere Pflanzen kann auch Hanf Stoffe aus seiner Umwelt aufnehmen oder während Verarbeitung und Trocknung mit unerwünschten Stoffen in Kontakt kommen.
Deshalb sollte bei hochwertigem CBD Öl nicht ausschließlich der CBD-Gehalt betrachtet werden.
Auch die Kontrolle auf unerwünschte Rückstände und Kontaminanten gehört für uns zu einer nachvollziehbaren Produktqualität.
Die CBD Öle von UNSER KRAUT werden deshalb unter anderem auf PAK geprüft.
Was ist PFAS?
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen.
PFAS sind eine sehr große Gruppe künstlich hergestellter Industriechemikalien. Nach Angaben des Umweltbundesamtes umfasst diese Stoffgruppe inzwischen mehr als 10.000 verschiedene Substanzen.
PFAS kommen nicht natürlich vor.
Sie wurden entwickelt, weil sie ausgesprochen praktische Eigenschaften besitzen: Viele PFAS sind wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie besonders hitze- und chemikalienbeständig.

Wo kommen PFAS vor?
PFAS wurden und werden in zahlreichen industriellen Anwendungen und Alltagsprodukten eingesetzt.
Dazu gehören beispielsweise:
wasserabweisende Kleidung
Outdoor-Textilien
Imprägniermittel
beschichtete Pfannen
fettabweisende Lebensmittelverpackungen
Teppiche und Beschichtungen
Löschschäume
verschiedene industrielle Anwendungen
bestimmte Kosmetikprodukte
Ihre technischen Eigenschaften sind also durchaus nützlich.
Genau diese extreme Widerstandsfähigkeit ist allerdings gleichzeitig das große Problem der PFAS.
Warum nennt man PFAS Ewigkeitschemikalien?
PFAS werden häufig als „Ewigkeitschemikalien“ oder „Forever Chemicals“ bezeichnet.
Der Grund liegt in ihrer chemischen Struktur.
Die Verbindung zwischen Kohlenstoff und Fluor ist außergewöhnlich stabil. Unter natürlichen Umweltbedingungen können viele PFAS deshalb praktisch nicht oder nur äußerst langsam abgebaut werden.
Sind PFAS einmal in die Umwelt gelangt, können sie dort über sehr lange Zeiträume verbleiben.
Sie können sich über:
Wasser
Böden
Nahrungsketten
Tiere
Pflanzen
weiterverbreiten.
Einige PFAS reichern sich zusätzlich in Organismen und entlang der Nahrungskette an.
Warum sind PFAS problematisch?
PFAS umfassen tausende unterschiedliche Substanzen und können nicht pauschal alle gleich toxikologisch bewertet werden.
Problematisch ist jedoch die außergewöhnliche Persistenz der gesamten Stoffgruppe.
Einige PFAS können sich außerdem in Menschen und Tieren anreichern und besitzen gesundheitsschädliche Eigenschaften. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass einige PFAS sowohl umwelt- als auch gesundheitlich bedenklich sind.
Hinzu kommt ein weiteres Problem:
Was heute in die Umwelt gelangt, kann dort noch sehr lange vorhanden sein.
Deshalb wird der Einsatz von PFAS in Europa zunehmend kritisch betrachtet und reguliert.
Was bedeutet PFAS-frei?
PFAS-frei bedeutet, dass bei einem Produkt auf per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen verzichtet wird.
Für Verbraucher wird diese Angabe zunehmend interessant – insbesondere bei Produkten, die regelmäßig verwendet werden oder direkt mit der Haut in Kontakt kommen.
Gerade bei Kosmetik lohnt sich deshalb ein Blick auf Qualitätsstandards und Inhaltsstoffe.
Warum ist PFAS-freie Kosmetik interessant?
Kosmetik wird häufig täglich und über viele Jahre hinweg angewendet.
Gesichtscreme, Augenpflege, Bodylotion oder andere Pflegeprodukte bleiben zum Teil über Stunden auf der Haut.
Deshalb achten immer mehr Verbraucher nicht nur darauf, welche pflegenden Inhaltsstoffe eine Kosmetik enthält, sondern auch darauf, welche Stoffgruppen bewusst nicht verwendet werden.
Bei UNSER KRAUT achten wir deshalb bei unserer zertifizierten Naturkosmetik unter anderem auf PFAS-freie Formulierungen.
Was ist der Unterschied zwischen PAK und PFAS?
PAK und PFAS werden aufgrund ihrer ähnlich klingenden Abkürzungen manchmal verwechselt. Chemisch haben sie jedoch wenig miteinander zu tun.
PAK – polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
PAK können unter anderem bei Verbrennung, starkem Erhitzen oder bestimmten Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen entstehen. Sie können als unerwünschte Kontamination in Produkten auftreten.
PFAS – per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen
PFAS sind künstlich hergestellte fluorierte Industriechemikalien. Sie wurden gezielt entwickelt und beispielsweise wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften eingesetzt.
Einfach gesagt:
PAK → können als unerwünschte Verunreinigung oder durch Verbrennungsprozesse entstehen.
PFAS → sind extrem langlebige, industriell hergestellte Chemikalien.
PAK-geprüft und PFAS-frei – warum solche Angaben wichtig sind
Gute Produktqualität erkennt man nicht nur daran, was in einem Produkt enthalten ist.
Mindestens genauso interessant ist:
Was ist nicht enthalten?
Und:
Worauf wurde tatsächlich geprüft?
Gerade bei Naturprodukten, CBD Ölen und Kosmetik können nachvollziehbare Qualitätsprüfungen einen wichtigen Unterschied machen.
Fazit:
Qualität bedeutet auch zu wissen, was nicht drin ist.
Deshalb lohnt es sich, bei Produkten genauer hinzuschauen.
PAK-geprüft und PFAS-frei sind keine bloßen Fachbegriffe.
Sie geben Verbrauchern zusätzliche Informationen darüber, wie umfassend bei Qualität, Herstellung und Produktauswahl gedacht wurde.
Denn hochwertige Qualität zeigt sich nicht nur darin, was drin ist – sondern auch darin, was nicht drin ist.
Bei UNSER KRAUT legen wir deshalb Wert auf transparente Qualitätsmerkmale:
Unsere CBD Öle werden unter anderem auf PAK geprüft.
Unsere ECOGEA zertifizierte Naturkosmetik ist PFAS-frei.

So können Verbraucher nicht nur sehen, welche hochwertigen Inhaltsstoffe ein Produkt enthält, sondern auch, auf welche unerwünschten Stoffe bei Herstellung und Qualitätskontrolle geachtet wird.
Häufige Fragen zu PAK und PFAS
Was bedeutet PAK?
PAK ist die Abkürzung für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Dabei handelt es sich um eine große Stoffgruppe, deren Vertreter unter anderem bei unvollständiger Verbrennung entstehen können.
Was bedeutet PFAS?
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dabei handelt es sich um eine große Gruppe künstlich hergestellter fluorierter Industriechemikalien.
Was ist der Unterschied zwischen PAK und PFAS?
PAK und PFAS sind zwei unterschiedliche Stoffgruppen. PAK entstehen häufig bei Verbrennungsprozessen, während PFAS gezielt wegen ihrer besonderen technischen Eigenschaften hergestellt und eingesetzt werden




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